DHG Trutzburg-Jena zu Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen  

 

"Georgia Augusta, heller Fanfarenklang...“

So beginnt ein Studentenlied, das auch heute noch bei Göttinger Studenten sehr gerne gesungen wird. Die Universität, von der hier die Rede ist, ist die Göttinger Georg-August-Universität, kurz eben Georgia Augusta. Gestiftet im Jahre 1734, eröffnet am 17.9.1737, trägt die Universität ihren Namen nach dem Stifter, dem Kurfürsten Georg August von Hannover, der als Georg II von 1727 bis 1760 auch König von Großbritannien war. Ihr eigentlicher Schöpfer aber war der hannoversche Minister Gerlach Adolf Freiherr von Münchhausen. Seine glückliche Hand bei der Berufung der ersten Professoren führte zu einer ausgeprägten Gemeinsamkeit der geistigen Grundhaltung. Diese durch alle Fakultäten gehende Grundhaltung machte die Georgia Augusta schon bald zu einer der wichtigsten Universitäten in Deutschland.

Als Landesuniversität war sie eine Institution des Staates, die aber im Gegensatz zu älteren Universitäten entscheidende autonome Rechte besaß. Diese wirkten sich alsbald positiv aus. Die Professoren waren Angestellte des Staates mit einer entsprechend hohen Dotierung, was bekannte Professoren nach Göttingen holte. Außerdem herrschte Lehr- und Zensurfreiheit. Bekannte Professoren der Gründerzeit waren unter anderem der Mathematiker Kaestner, der Philologe Heyne und der Chirurg Haller. Haller war der Begründer der auch noch heute erscheinenden "Göttingenschen Nachrichten".

Unter Haller wurde auch im Jahre 1751 die Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften ins Leben gerufen. Bereits um 1800 war Göttingen mit ca. 700 Studenten die größte deutsche Universität. Es entstand eine systematische Bibliothek mit Sach- und Namensregister, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die größte des Kontinents war.

Im Schatten der Universität blühte in dieser Zeit ein reiches literarisches Leben. 1772 wurde der Göttinger Hainbund gegründet, eine Vereinigung schwärmerischer Klopstock-Verehrer. Zu diesem gehörten u.a. Hölty, Voß, Graf Stolberg und Bürger. Doch schon 1774 löste sich dieser Bund wieder auf. Der Liberalismus schlug sich schon früh in der Einstellung der Professoren nieder. Als König Ernst-August von Hannover 1837 die liberale Verfassung des Staates aufhob, beschuldigten ihn die Göttinger Sieben des Verfassungsbruchs, und wurden daraufhin entlassen.

Diese Göttinger Sieben waren Albrecht, Dahlmann, Ewald, Gervinius, Jakob und Wilhelm Grimm und Weber. Die Mehrzahl dieser Professoren wurde später Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung von 1848. Durch die Entlassung dieser sieben Professoren verlor die Georgia Augusta an Bedeutung und Ruf. Daraufhin wurden vom König auch naturwissenschaftliche Fakultäten nach Göttingen verlegt, und damit der Grundstein für die internationale Bedeutung der Universität gelegt.

 

Das 19. und 20. Jahrhundert war die Zeit der Blüte der Naturwissenschaften in Göttingen. Damit verbunden blühten auch Medizin, Physik und Chemie auf, und gelangten zu hohem Ansehen. Bekannte Professoren wie Klein, Gauß, Weber, Wöhler, Planck, von Laue, Born oder Weizacker lehrten hier. Bisher wurden 5 Professoren der Universität mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute gibt es insgesamt 14 Fachbereiche: Theologie, Jura, Medizin, Historisch-Philologische Wissenschaften, Mathematik, Physik, Chemie, Geowissenschaften, Biologie, Forstwissenschaften, Agrarwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften. Außerdem ist noch das Institut für Sportwissenschaften zu erwähnen. Auf der Internetseite kannst du mehr über die Georgia Augusta erfahren.

 

In Göttingen gibt es zwei Fachhochschulen, die mit ihren Ausbildungsangeboten für Studenten eine attraktive Alternative zur klassischen Universität sind.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (FH Göttingen) besteht aus zwei Fachbereichen. Die Fakultät für Naturwissenschaft und Technik bietet folgende Studiengänge an:

Elektrotechnik

Feinwerktechnik

Präzisionsfertigungstechnik

Physiktechnik

Informatik

 

Daneben gibt es die Fakultät für Ressourcenmanagement mit folgenden Studiengängen:

Forstwirtschaft

Wirtschaftsingenieurwesen

Arboristik

Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung

 

Die Private Fachhochschule bietet folgende Studiengänge:

Betriebswirtschaftslehre

Wirtschaftsinformatik